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Weltwassertag: Kein Wachsen ohne Wasser

Weltwassertag: Kein Wachsen ohne Wasser

UNO startet internationale Aktionsdekade

Der Weltwassertag am 22. März steht in diesem Jahr unter dem Motto „Natur für Wasser“. Die Vereinten Nationen rufen an diesem Tag in New York auch die internationale Aktionsdekade „Wasser für Nachhaltige Entwicklung 2018-2028“ aus. In Deutschland wird der ökologische und chemische Zustand der Gewässer überwiegend als unbefriedigend oder schlecht eingeschätzt. Bundesumweltministerin Svenja Schulze weist daher auf den hohen Stellenwert einer konsequent nachhaltigen und ressortübergreifenden Wasserpolitik hin.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze: „Wasser ist die wichtigste Grundlage für das Leben auf diesem Planeten. Beim Wasser hängt alles mit allem zusammen. Wie wir mit Abwässern umgehen und wie intensiv wir Gewässer, Ufer und Auen nutzen, hat direkte Auswirkungen im Kreislauf der Natur: auf die Artenvielfalt, auf die Gesundheit, auf Landwirtschaft und industrielle Entwicklung, aber eben auch auf die politische Stabilität und den Frieden. Wir müssen nachhaltig mit Wasser umgehen und die Lebensräume am und im Wasser schützen. Denn ohne Wasser gedeiht nichts. Angesichts des Zustands unserer Gewässer haben wir in Deutschland und weltweit noch viel zu tun.“

Der ökologische Zustand der Gewässer – für den auch das Vorkommen von Insekten wie Eintagsfliegen erhoben und bewertet wird – wird in Deutschland nur bei 8,2 Prozent als gut oder sehr gut eingestuft. Der chemische Zustand wird in ganz Deutschland als nicht gut eingestuft. Grund hierfür sind flächendeckend auftretende Schadstoffe wie Quecksilber oder polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe. Erhöhte Konzentrationen von Pflanzenschutzmitteln, die für Insekten oft besonders problematisch sind, treten vor allem in kleineren Gewässern im ländlichen Raum auf, während relevante Belastungen mit Metallen und PCB in Gewässern aus Altbergbauregionen zu finden sind. Hinzu kommt die Nitratbelastung des Grundwassers.

Bei starker Gewässerverschmutzung sterben anspruchsvolle, flusstypische Arten aus. Der Tiefpunkt war in Rhein und Mosel-Saar in den 1970er Jahren erreicht, in der Elbe in den 1980er Jahren. Mit Verbesserung der Wasserqualität haben sich die Flusssysteme erholt, viele Arten sind zurückgekehrt.

Tiere und Pflanzen müssen die Möglichkeit haben, zwischen Gebieten zu wechseln und sich in neuen Lebensräumen zu etablieren. Durch ihr verbindendes Element sind Auen als länderübergreifende Achsen für den Biotopverbund und für das europaweite Schutzgebietssystem Natura 2000 von besonderer Bedeutung. Der überwiegende Anteil der in Gewässern und Auen vorkommenden Arten und Lebensräume befindet sich allerdings in einem schlechten Erhaltungszustand. Für die Renaturierung von Bundeswasserstraßen und deren Auen ist das Bundesprogramm „Blaues Band Deutschland“ von Bundesumweltministerium und Bundesverkehrsministerium im letzten Jahr ins Leben gerufen worden.

Quelle: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit;
Bildquelle: Fotolia (R.M.Nunes, 95638964)

Veröffentlicht von

Anne Schaar

Die Umwelttechnik steht vor immer komplexeren Herausforderungen, diese aufzuspüren und für unseren Leser unkompliziert aufzubereiten macht für mich gute Redaktion aus.

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