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VDMA: Nachfrage nach Umwelttechnik steigt

VDMA: Nachfrage nach Umwelttechnik steigt

Technik macht die Welt sauberer

Volle Auftragsbücher lassen die im VDMA Fachverband Abfall- und Recyclingtechnik organisierten Hersteller auf einen über das Jahr 2018 reichenden dynamischen Konjunkturverlauf hoffen. Von den befragten Herstellern gehen mehr als 79 Prozent von einer Umsatzsteigerung aus, nur 8 Prozent erwarten einen leichten Umsatzrückgang. Nach einem über den Erwartungen abgeschlossenen Jahr 2017 mit einem Umsatzplus von 3,0 Prozent, strebt die Branche auch für das aktuelle Jahr ein Umsatzplus von mindestens 3,0 Prozent an.

Gewerbeabfallverordnung und Verpackungsgesetz

Noch vor zwei Jahren waren hohe Exporte die alleinige Stütze der Branchenkonjunktur. Im vergangenen Jahr allerdings sprang die Inlandsnachfrage an. Der inländische Anteil an den Gesamtumsätzen der Abfall- und Recyclingbranche steigt aktuell um 4 Prozent auf 36 Prozent. Die Novellierung der Gewerbeabfallverordnung und die darin verankerte Recyclingquote von 30 Prozent regen zu Modernisierungen und Neuanschaffungen an. Ebenfalls zum positiven Verlauf trägt das 2017 verabschiedete neue Verpackungsgesetz bei – gerade hier werden bis zum Inkrafttreten Anfang 2019 weitere Impulse erwartet.

 „Die Novellierung der Gewerbeabfallverordnung und das neue Verpackungsgesetz sorgen für eine lange erwartete Aufbruchsstimmung am deutschen Maschinenmarkt. Ambitionierte Recyclingquoten können aber nur mit moderner Technik erreicht werden“, sagt Naemi Denz, Geschäftsführerin des VDMA Fachverbandes Abfall- und Recyclingtechnik.

Sehnlichst erwartet die Branche das Kreislaufwirtschaftspaket (Circular Economy Paket) der Europäischen Kommission, dass schon während der letzten IFAT heftig diskutiert wurde. Als guter Kompromiss gilt inzwischen ein Bündel an überarbeiteten Richtlinien. Nun müssen beispielsweise Recyclingquoten für Siedlungsabfälle von 55 Prozent bis 2025, beziehungsweise 65 Prozent bis 2035 erreicht werden. Auch muss die nun festgeschriebene Begrenzung der unbehandelten Deponierung von Siedlungsabfällen auf maximal 10 Prozent in allen Mitgliedsstaaten tatsächlich vollzogen werden. „Wir erwarten von der Umsetzung des Circular Economy Pakets einen anhaltenden positiven Impuls für die Branche“, erklärt Denz.

Deutsche Exporte von Wasser- und Abwassertechnik 2017 auf hohem Niveau

Die deutschen Hersteller von Komponenten und Systemen zur Wasseraufbereitung, Abwasser- und Schlammbehandlung konnten ihre Ausfuhren im Jahr 2017 auf hohem Niveau stabilisieren. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Exporte leicht (plus 0,4 Prozent) auf rund 993 Millionen Euro (2017) gegenüber rund 990 Millionen Euro (2016).

In der Rangfolge der weltweit stärksten Exportmärkte hat China seine Spitzenposition durch eine enorme Steigerung um 54 Prozent ausgebaut und steht mit nun 135,5 Millionen Euro (2017) vor Frankreich, das mit 66,5 Millionen Euro den zweiten Platz belegt, gefolgt von den USA mit 59,6 Millionen Euro (plus 9,4 Prozent). Dramatisch sind die Exporte nach Russland eingebrochen, nach deutlichen Rückgängen bis 2016 und nochmals minus 28,5 Prozent im Jahr 2017 ist der früher wichtigste Markt nur noch die Nummer 5 der Rangliste.

Positiv ist zu bilanzieren, dass es den deutschen Anbietern von Wasser- und Abwassertechnik erneut gelungen ist, teilweise signifikante Markteinbrüche in einzelnen wichtigen Märkten (z.B. Russland, Niederlande) durch ebenso deutliche Zuwächse in anderen bedeutenden Märkten (China) zu kompensieren. Trotz der teilweise deutlichen Veränderungen in einzelnen Märkten bleibt die EU-28 nach wie vor die wichtigste Abnehmerregion für die deutschen Hersteller von Wasser- und Abwassertechnik. Die Exporte in diese Staaten sanken jedoch leicht um 0,4 Prozent auf 425,6 Millionen Euro.

Quelle: VDMA

Veröffentlicht von

Anne Schaar

Die Umwelttechnik steht vor immer komplexeren Herausforderungen, diese aufzuspüren und für unseren Leser unkompliziert aufzubereiten macht für mich gute Redaktion aus.

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