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Schutz der Gewässer vor multiresistenten Keimen

Schutz der Gewässer vor multiresistenten Keimen

BDEW zur Anhörung

Der Umweltausschuss des Bundestages hatte sich vergangene Woche in einer Anhörung mit dem Schutz der Gewässer vor multiresistenten Keimen befasst. Der BDEW war als Experte geladen. Martin Weyand, Hauptgeschäftsführer Wasser/Abwasser:

„Es muss alles dafür getan werden, dass multiresistente Keime gar nicht erst in die Gewässer – und damit in unsere Trinkwasserressourcen – gelangen. Deshalb müssen wir an der Quelle der Verunreinigung ansetzen: Dem regelmäßigen Einsatz großer Mengen Antibiotika in den Mastbetrieben muss ein Riegel vorgeschoben werden. Denn mit den Unmengen an Gülle, die in der Intensivlandwirtschaft anfallen, werden die Felder in einigen Regionen massiv überdüngt. Mit dem Regen wird die Gülle dann teilweise in die Gewässer gespült und verursacht – wie in Niedersachsen nachgewiesen – das Aufkommen multiresistenter Keime.

Auch sollten die Hygieneanstrengungen in den Krankenhäusern verstärkt werden, um die Bildung multiresistenter Keime weiter zu vermindern. Darüber hinaus ist hier die Einrichtung dezentraler Kläreinrichtungen notwendig, damit diese Keime erst gar nicht ins Abwasser gelangen. Die rasante Verbreitung der EHEC-Bakterien hat deutlich gemacht, dass die Erreger vor Ort eingedämmt werden müssen, damit sie sich nicht unkontrolliert verbreiten und mutieren können.

Zumal erste Forschungsergebnisse zeigen, dass sich multiresistente Keime auch nicht mit einer vierten Reinigungsstufe vollständig aus dem Abwasser filtern lassen – ganz zu schweigen von den Kosten, die am Ende auf die Verbraucher zukommen würden. Um Missverständnissen vorzubeugen: Unser Trinkwasser ist nach wie vor das bestüberwachte und sicherste Lebensmittel in Deutschland. Wir müssen aber jetzt Vorkehrungen treffen, damit das auch in Zukunft so bleibt.“

Quelle: BDEW; Bild: Fotolia (#8301167/Sebastian Kaulitzki)

Veröffentlicht von

Anne Schaar

Die Umwelttechnik steht vor immer komplexeren Herausforderungen, diese aufzuspüren und für unseren Leser unkompliziert aufzubereiten macht für mich gute Redaktion aus.

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