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Urbane Fußabdrücke

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Urbane Infrastrukturen und Lebensstile verursachen den Großteil weltweiter Treibhausgasemissionen und Ressourcenverbräuche. Sie hinterlassen globale Fußabdrücke. Die Hälfte der Weltbevölkerung lebt heute in Städten, bis zum Jahr 2050 ist ein Anstieg auf etwa zwei Drittel zu erwarten. Dabei sind Städte als Orte der Innovation nicht nur Teil des Problems, sondern auch Teil der Lösung im Klima- und Ressourcenschutz. Ein Forschungsprojekt der Rechtswissenschaftlerin Dr. Cathrin Zengerling an der HafenCity Universität Hamburg (HCU) erkundet verantwortliche Steuerungsmodelle ökologischer Fußabdrücke in acht Städten weltweit.Gefördert wird sie durch ein Freigeist-Fellowship der VolkswagenStiftung.

Dr. Cathrin Zengerling leitet das Forschungsprojekt "Urban Footprints" an der HCU Hamburg (Bild: HCU Hamburg)

Dr. Cathrin Zengerling leitet das Forschungsprojekt “Urban Footprints” an der HCU Hamburg (Bild: HCU Hamburg)

Der Klimawandel und die voranschreitende Ausbeutung natürlicher Ressourcen stellen die gesamte Welt vor enorme Herausforderungen. Internationale Vereinbarungen weisen städtischen Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und Ressourcenverbrauchs eine immer größere Bedeutung zu. Doch trotz dieses Bedeutungsgewinns der Städte als Akteure, gibt es international weder etablierte Steuerungsmodelle noch weithin akzeptierte Bilanzierungsmethoden. „Städte werden als Akteure in der Klima- und Ressourcenpolitik immer wichtiger und präsenter. Um sie zuverlässig in Steuerungsprozesse einbinden zu können, ist es wichtig, international stark unterschiedliche Handlungsspielräume zu verstehen“, so Zengerling.

Disziplinäre Grenzen der Rechtswissenschaften und Stadtforschung überwindend, soll das Forschungsprojekt „Urban Footprints – Towards Greater Accountability in the Governance of Cities’ Carbon and Material Flows“ (Urban Footprints – Auf dem Weg zu mehr Verantwortung in der Steuerung städtischer Kohlenstoff- und Materialflüsse) sowohl eine Wissensbasis, eine Analyse von Chancen und Herausforderungen sowie Empfehlungen für gestärkte, verantwortungsvolle Steuerungsprozesse urbaner Fußabdrücke erarbeiten. Die Vision des interdisziplinären Forschungsprojektes sind Städte, die zukünftig mehr Verantwortung für ihre ökologischen Fußabdrücke übernehmen und klima- und ressourcenbewusst handeln.

In fünf Projektjahren untersucht das Team der HCU-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler die urbanen Fußabdrücke von acht – bisher vorläufig ausgewählten – Städten in acht Ländern vor Ort: Shanghai (China), Delhi (Indien), Los Angeles (USA), São Paulo (Brasilien), Lagos (Nigeria), Kairo (Ägypten), Toronto (Kanada) und Hamburg. Unterstützung erhält das Team um Zengerling über den Projektzeitraum hinweg durch das renommierte Freigeist-Fellowship der VolkswagenStiftung in Höhe von rund 800.000 Euro. „Das Freigeist-Fellowship ermöglicht es uns, ein kleines interdisziplinäres und interkulturelles Forschungsteam aufzubauen und mehrmonatige Forschungsaufenthalte für Interviews, Erhebungen und Austausch vor Ort zu realisieren. Wir werden mehr als zwei Jahre auf fünf Kontinenten unterwegs sein“, so Zengerling.

Link zur Pressemeldung der HafenCity Universität Hamburg (HCU)

Veröffentlicht von

Inga Ronsdorf

Redakteurin bei den Fachzeitschriften wlb UMWELTTECHNIK und VERFAHRENSTECHNIK

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